mothership_lab-brot

Brotect The World

Werte Leserinnen, werte Leser,

Warum „Brot“ ?

Ersteinmal steht das Brot für all jenes ein, was uns weltweiten Bekanntheitsgrad eingebracht hat: Ein grundsolides deutsches Produkt. Es basiert auf einer uralten Tradition und Handwerkskunst, welche uns im Verdauungsprozess stets den nötigen Zucker für´s Gehirn lieferte, um uns zu einem Volk der Dichter und Denker heranreifen zu lassen. Vielmehr darf an dieser Stelle überhaupt nicht die Rede von einem Produkt sein, denn Brot ist, wie Bier, ein Grundnahrungsmittel. Es entsteht aus nur wenigen Zutaten, welche allesamt aus dem Boden sprießen und strömen. Der Wind mahlt die Körner, von Hand werden Sie im richtigen Verhältnis gemischt und das Feuer backt das Brot, bis es, zur Perfektion im Holzofen gereift, fertig ist, um schön mit Wurst und Käse und Essiggürkchen garniert zu werden. Wobei der letzte Arbeitsschritt einen Hergang menschlicher Kreativität darstellt, der, dem durch
Enzyme aus der Stärke des Teiges gespaltenem Zucker zu verdanken ist. Selbst ohne Wurst reichte ein Lab Brot völlig aus, um eine ganze Familie strenge Zeiten der Not überstehen zu lassen.
Brot ist also für uns essentiell. Brot ist Tradition. Brot schuf Kultur. Bereits Jesus brach das Brot und teilte es unter seinen Jüngern. Brot ist folglich zum teilen da, aber darauf werden wir später zurückkommen. Und wenn es auch nicht immer, wie bei Jesus, im Fokus der Kunstgeschichte lag, war und ist Brot ein beständiger, unerläßlicher Begleiter und wurde über die Epochen hinweg zur Vollendung veredelt. (Ein Jammer wenn man sich die heutigen Bäckereiprodukte ansieht: In den „Backshops“ der Nation, Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, wird unsere Kultur mit Füßen getreten! Auch diesem Thema werden wir uns in Folgendem widmen, alsdann wir auf unsere
Medienlandschaft und den Informationskapitalismus (vgl. André Gorz, vgl. Frank Schirrmacher (F.A.Z.), vgl. Stromverschwendung AVM (Divide et Impera)) zu sprechen kommen.
Es gibt die Kaisersemmel, die Franzosen haben das Baguette erfunden, wir Deutsche haben das Schwarzbrot entwickelt und wir haben den italienischen Gastarbeitern den Belag für ihre Pizza geschenkt. Wir sehen: Kultur ist immer eine Frage des Gebens und Schenkens. Ein echtes Brot hält eine Woche frisch. Wenn es dann die Feuchtigkeit an seine Umgebung abgegeben hat, kann es Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende überdauern. So wird das Brot zu einem Symbol für die Ewigkeit; womit es, der Kreis schließt sich, religiösen Charakter erlangt (vgl. Jesus (Neues Testament)). Das ist übrigens auch der Grund, warum ein Brot irgendwie immer rund ist.
Die Ewigkeit: In unserer heutigen, hyperbeschleunigten Zeit, in der ein Brötchen kaum mehr zwei Stunden frisch bleibt und die Weltreligionen aufgrund des exponentiell anschwellenden Fortschritts der Naturwissenschaften in der westlichen Welt an Glaubwürdigkeit einbüßen, hält die Esoterik Einzug ins Land. Sie prahlt und wirft mit Begrifflichkeiten um sich wie „ewiges Leben“, „Heilung von Krankheiten“, „morphische Felder“, „Kornkreise“ und „UFO!“. Dabei fragen wir uns: Warum landen die Außerirdischen eigentlich stets in unseren Weizenfeldern? Weil sie an unser Brot wollen!
Die Menschheit sehnt sich aufs Neue nach Übernatürlichem und Göttlichem. Die Wissenschaft raubte uns die Hoffnung. Die Esoterik trifft den Nerv der Zeit und versucht sich aus einem Mischmasch aus Quantenphysik und Fetzen aus fernöstlichen Philosophien einen Reim aufs große Ganze zusammen zu schustern. Sie füttert uns mit neuen Lichtblicken, welche nun stets termingebunden sind und damit abwartbar werden. Wer hat heute noch die Zeit auf das Jenseits zu warten ? Das Jetzt will erlebt und im Jetzt will gelebt werden. Am besten beides gleichzeitig !
Wir sind mit egozentrischen Fragen und der Suche nach unseren Kindheitstraumata, welche unsere Gebrechen verursachen, derart beschäftigt, daß wir vergessen unsere Kultur zu pflegen. Auf der Jagd nach unserer Mitte zerfällt die Gesellschaft und Gemeinschaft hinter unseren Rücken in ihre Einzelteile: Verlorene, hetzende, ewig Suchende Individuen. Wir googlen das passende Globuli, während wir verpassen auf unseren Globus zu achten. Wir verlassen uns auf gefilterte Informationen, ohne zu hinterfragen, wer diese bereit stellt. Wir bezahlen Unsummen an Konzerne, die uns verdummen und lassen Künstler und Dokumentarfilmer, welche sich dem Erhalt von Kultur verschrieben haben, verhungern.
Information ist ein gebrechliches Gut. Längst wird sie verfälscht, gefiltert, verbogen und instrumentalisiert, kanalisiert und kapitalisiert. Falsch- und Fehlinformation sind ein mächtiges Werkzeug. Es ist im Stande Realitäten zu erschaffen, die keine sind. Es injiziert Bedürfnisse die niemals erfüllt werden können und erschafft Verlangen nach Dingen, die kein Mensch braucht. Es lenkt vom Wesenlichen ab. Es raubt; vor allem Zeit. Wenn Letzteres überhaupt möglich ist, schließlich ist Zeit eine ebenso frei erfundene Information. Wer im Stande ist mit Informationen zu handeln, trägt eine große ethische Verantwortung. Dabei sollten wir uns bewusst machen, daß Ethik noch nie der
Irdischen Ding war. Wäre dem so, wäre göttliches Regelwerk zu allen Zeiten überflüssig gewesen.
Heute stellt die Wissenschaft die Regeln auf , nach welchen das Mögliche zu funktionieren hat, wobei sie selbst mit dem Beweisen von „natürlichen“ Phänomenen stets der „Realität“ hinterher hinkt. Aber: Bewiesen ist bewiesen !
Die New Age Esoterik schenkt den Zuversichtlichen Aussicht in all jenen Fragen, die noch irgendwo in uns schlummern und nimmt (meist für Geld, Ausnahmen bestätigen wieder die Regel) die fürchterliche Furcht vor dem Möglichen. Und wenn beides zu anstrengend wird, lenken die Medien unsere Aufmerksamkeit, wir nennen es einmal „um“.
Dabei waren wir doch vor zweihundert Jahren mit dem Ansatz der Aufklärung schon einmal auf so einen vernünftigen Ansatz gekommen: Daß wir selbst unseres Glückes Schmied seien, daß wir unsere Realität erschüfen, indem wir sie aus eigener Kraft zu dem machten, was wir uns erträumten. Und all das mit dem eigenen Verstand und ohne Anweisung anderer. Nur dummerweise hat der Herr Kant dazuformuliert, daß die Aufklärung der Ausweg des Menschen aus seiner „selbst verschuldeten Unmündigkeit“ sei und daß eben jener Weg ein Leidiger ist, das wissen wir nur zu genau und das wissen auch jene allzu genau, welche mit Informationen jonglieren. Denn auch die sind einmal lethargisch und in der Ruhe kommen ihnen dann die Ideen, was der träge Mensch so alles brauchen
könnte.

Die, die, die
oder
Was will das Brot ?

Natürlich ist von jenen welchen und denen die immer leicht reden und das wäre dem Kant nun auch schon wieder zuwider. Was will das Brot ? - Muss die richtige Frage hier lauten. Das Brot will: Brot für die Welt, Bildungs- und Chancengleichheit für alle. Das Brot will Kunst und Kultur. Das Brot will unzensierte Informationen ! Das Brot will also wertige kulturelle Vielfalt mit Kaisersemmel, Baguette, Schribbe, Seele, Mischbrot, Schwarzbrot, Vollkornweckle, Brez´n, Laugenstangerl und -zopf, Kartoffelbrot und Dinkellaib ! - „Das Brot will ganz schön viel“ mögen Sie denken.
Aber: Ein Brot will, was ein Brot eben so will ! Und ein echtes Brot lässt sich nur ungern verarschen ! Es ist rein im Kern und frisch im Geist und voll guter Hoffnung, daß alles wird ! Es kann anpacken und ist sich im Klaren darüber, daß es es Gestalter der Atmosphäre ist, die es umgibt. Es weiß seinen Schöpfer mit Zucker und Stärke zu versorgen und es freut sich auf die Lorbeeren, wenn es nach getaner Arbeit im Wurstgewand und mit Gurkenhäubchen glänzen darf !
Das Brot kann nicht nur mal sauer werden; das Brot kann und will keine Informationen verunklären, warum uns das Label „Lab - Brot“ auch „echter“, „ehrlicher“ und besser erschien als „Lab - Kuchen“. Weil zu viel Zucker schnell zu süß und ungesund wird. Nicht, daß wir Angst vor einer Diabetes hätten, die kommt, wenn, weil unsere Omas alle Salate süßten und wir erst nach der Mahlzeit trinken durften. Das hat sich dramatisch traumatisch tief eingebrannt.
„Lab - Christi“ ist schlichtweg mit zu viel Leid verbunden. Wir bauen eher auf das „günstige Prinzip“ (vgl. Paolo Coelho (Der Alchimist)) !
Als Designer und Künstler tragen wir eine gesellschaftliche Verantwortung, frei von Doktrin und außerhalb eines wissenschaftlich, ethischen Schutzgeflechts. Dank unserer Ausbildung und dank toller Professoren und Dozenten sind wir als Designer gestalterische Generalisten geworden. Dies eröffnet uns nun die Möglichkeit, Abläufe in der Medienlandschaft kritisch zu beäugen und deren verführerische Prozesse holistisch zu betrachten. Schließlich wurden uns sämtliche manipulativen Kunstgriffe beigebracht. Wenn man dabei noch alle (ethischen) Tassen im Schrank hat, kommt im Laufe der Ausbildung zum Kommunikationsdesigner einmal die Frage auf, beziehungsweise man
hinterfrägt, was einem da überhaupt antrainiert wird: Mal abgesehen von der wunderbaren Handwerkskunst und dem künstlerischen Können spielt im Design der Einsatz des gelernten Handwerks zu manipulativen Zwecken die Hauptrolle...
Lieber halten wir es wie ein echtes Brot ! Wir möchten losziehen und unsere Sicht der Dinge in der Welt erproben, sie auf´s Neue selbst erforschen und einer grundsätzlichen Frage nachgehen: „Ist das so ?“ Noch einmal nachhakend: „Ist das wirklich so ?!“ werden wir alles Gesehene dokumentieren, einfallsreich verbraten und unseren künstlerischen Senf dazu geben und wollen das „große Ganze“ damit anreichern. Wir wollen unser Brot teilen und mit unserem Können ein Stück vom Kuchen dazu beitragen, daß die Welt in bunten, bewegten Bildern lebt. Und ja, auch wir wollen das lieber jetzt als später. Wir wollen uns die Zeit nehmen, an einer Entschleunigung zu arbeiten.
Wir haben gehört:

„Reisen bildet“ (Volksweisheit),

„Das Leben ist wie ein Buch und wer nicht reist, liest nur ein wenig davon.“ (Jean Paul),

„Eine Reise ist ein vortreffliches Heilmittel aus der Quelle des Lebens.“ (Franz Grillparzer),

„Es ist ein gar charmantes Ding um´s Reisen. Reisen muss man, oder man kommt hinter nichts.“ (Voltaire),

„Man reist nicht, um andere Orte kennen zu lernen. Man reist, um sich anderen Situationen auszusetzen.“ (unbekannt)

„Reisen ist tödlich für Vorurteile.“ (Marc Twain), und natürlich:

„Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele: Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur. Darum, Mensch, sei zeitig weise. Zeit ist´s: Reise, reise !“ (Wilhelm Busch);

und noch einer:

„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Drum nähme
ich den Stock und Hut und tät das Reisen wählen.“ (Matthias Claudius)

Was kann das Brot ?

Was das Brot in metaphysischen Sinne bereits geleistet hat, wie es zum Fortkommen unserer Kultur beigetragen und welche sozialphilosophischen Errungenschaften, zum Beispiel in Bezug auf die Denkleistung des Immanuel Kant, auf Rechnung des Brots gehen, haben Sie, wenn Sie bis hier gekommen sind, bereits erlesen. Sollte Ihre Konzentrationsfähigkeit an diesem Punkt leiden, empfehlen wir, wie sollte es anders sein: Eine schöne Scheibe Brot.
Ein Blatt Wurst kann auch nicht schaden. Sind Sie auf den Geschmack gekommen, gießen Sie sich eben ein Glas Bier ein. Denn Bier belebt. Und Bier, das lebt vom Hopfen - Aber das macht ein ganz neues Fass auf (Sollten Sie an der Zauberwirkung des Hopfens Interessiert sein, empfehle ich die sozial- und hopffenextraktkritischen Überlegungen des Geschichtsspezialisten Peter Richter.).
Das Brot kann Vieles: Es versteht sich als komplettes, perfekt bestückt und ausgerüstetes audiovisuelles Laboratorium. - Ein Lab, zwei lenkende Laibe in einem Brotkasten auf Rädern. Keine Rennsemmel. Das sind Anna Gallenberger, Kommunikationsdesignerin und Florian Bartl, Kommunikationsdesigner. Unter dem Motto „Brotect the World“ sind wir ab Juli 2013 in geheimer Mission auf Forschungsreise und transportieren unsere Brotschaft. Wir haben uns einen Volkswagen LT mit Westfalia Ausbau gekauft, den wir nun zum rollenden Studio und Expeditionsmobil umfunktionieren. Wir rüsten ihn mit Ersatztanks und Sandblechen aus. Ein Seilzug zieht uns im Fall der Fälle aus dem „Schlammassel“. Im Inneren entsteht ein Studio mit modernster Technologie für Filmschnitt und Ton. Wir sind Zeichner und Maler, Grafikdesigner und Typografen, Soundtüftler, Musiker, Fotografen und Filmer. Wir sind ausgerüstet. Wir haben Ideen und ein ausgefeiltes Forschungskonzept. Wir sind unterwegs ! Komme was wolle.

Ein herzliches Dankeschön an alle Empfänger und Freibrötler!

Ihr Lab - Brot

 

Post Scriptum

Sämtliche im Text behandelte sozial-, religions-, wissenschafts- und wirtschaftskritischen Themenschwerpunkte gestalten sich im Falle der Anrüchigkeit zweideutig und sind als subjektive Hypothesen zu verstehen, welche keinen Anspruch auf Objektivität erheben. Dazu sei vermerkt, daß Objektivität einen bislang unzureichend erforschten psychologischen Zustand beschreibt. Diese Erkenntnis führt unsererseits notgedrungen zu dem Eingeständnis, daß der Großteil des Formulierten sicher in irgendwelchen Medien aufgeschnappt wurde. Dies wiederum bekräftigt uns umso mehr, einen Beitrag positiven Tonfalls zur medialen Kulturlandschaft beitragen zu wollen.


Für den Inhalt dieser Seite ist eine neuere Version von Adobe Flash Player erforderlich.

Adobe Flash Player herunterladen

Für den Inhalt dieser Seite ist eine neuere Version von Adobe Flash Player erforderlich.

Adobe Flash Player herunterladen

Für den Inhalt dieser Seite ist eine neuere Version von Adobe Flash Player erforderlich.

Adobe Flash Player herunterladen

Sehr geehrte Damen und Herren,

unter dem Decknamen "Lab - Brot" arbeiten wir, Anna Gallenberger, Kommunikationsdesignerin BA und Florian Bartl, Dipl. Kommunikationsdesigner (FH) an der Umsetzung eines "auf den zweiten Blick" gar nicht mal so verrückten, aber durchaus großen Vorhabens:
Wir starten ein Experiment.
Wir tauschen den Alltag gegen das Abenteuer, die Sicherheit gegen das Ungewisse. Die Wohnung ist gekündigt. Unser Hab und Gut wird im Überseecontainer verplombt.
Wir rüsten uns ein Expeditionsfahrzeug und mediales Studio aus, mit dem wir uns ab Juli diesen Jahres zu einer Forschungs- und Weltreise für unbestimmte Zeit aufmachen. Das Expeditionsmobil, ein VW LT31 hat moderne Audio- und Kameratechnik an Board, welche es uns erlaubt unsere Forschungsergebnisse und gesammelten Eindrücke in audiovisuelle Erlebnisse zu verwandeln. Als freie Künstler und Designer sind wir gestalterische Allrounder, sammeln seit Jahren Erfahrung in den Bereichen Neue Medien, Film und Sounddesign. Mit tausend Ideen im Sack entwickelten wir ein Forschungskonzept, welches auf den wissenschaftlichen und philosophischen Prinzipien des Grundrauschens, des Filterns und der Beschaffenheit von Atmosphären beruht. Wir ziehen los, eine bereits erklärte Welt zu erforschen. Auf unserer Reise werden wir versuchen aus einer unvoreingenommenen Sicht zu dokumentieren und experimentieren mit Kunstfilm. Wir wollen die Grundlagen unserer menschlichen Wahrnehmung vergleichen, sortieren und durch „Verbildlichung“ kanalisieren. Es ist uns ein Anliegen, eine Methodik und künstlerische Handschrift zu entwickeln, die Atmosphären auf filmischer Ebene intensiv erfahrbar macht. Wir starten unsere Reise in den Alpen, und lassen uns von interessanten Geschichten und Themen inhaltlich als auch geografisch leiten.
Erfahren Sie in Folgendem, wie wir zu unserem Pseudonym kommen, wie das Brot zur Lage der Nation steht, auf welcher Basis es agiert und was ein echtes Brot will und kann.

Wir wünschen ein kurzweiliges Lesevergnügen.

brotvonwelt